Konditionen · Provision · Rechenbeispiel
Was kostet eine OnlyFans-Agentur? Provision, Berechnung und versteckte Kosten.
Eine OnlyFans-Agentur schickt dir keine Rechnung, sie behält einen Teil deines Umsatzes. Wie hoch der ist, wovon er berechnet wird und was am Ende bei dir ankommt, zeigt dieser Guide mit einer durchgerechneten Tabelle und den Konditionen aller 10 von uns getesteten Agenturen.
Zuletzt geprüft: · Inhalt geändert: · Testdaten: Mai 2026Wie OnlyFans-Agenturen abrechnen
Das Grundmodell heißt Revenue-Share: Die Agentur behält einen Prozentsatz deines Umsatzes und verdient damit nur, wenn du verdienst. Seriöse Agenturen arbeiten so, ohne feste Monatsgebühr und ohne Vorabkosten. Im Detail gibt es aber Unterschiede, die für dein Ergebnis mehr zählen als der Prozentsatz allein.
Drei Abrechnungsmodelle
- Performance-basiert: Die Provision steigt mit deinem Wachstum oder wird pro Creatorin individuell vereinbart. Wenn das transparent berechnet wird, ist es das fairste Modell, weil die Anreize zusammenpassen. In unserem Test arbeiten zum Beispiel Vox Management und ANIK Studios so.
- Paketabhängig: Der Anteil steigt mit dem Service-Umfang, etwa bei Bunny Agency und SheX Agency. Reine Chatting-Agenturen wie ChatForge liegen laut Test am oberen Ende der Marktrange, weil Chatting ihr einziger Hebel ist. Dafür behältst du Content und Strategie selbst.
- Fixer Anteil: Ein hoher fester Prozentsatz ohne Performance-Komponente, so wie bei Lush Management und BrilliantNetwork (dort laut Testdaten 50 Prozent oder mehr). Hier lohnt der genaueste Blick auf Leistung, Laufzeit und Kündigung.
Netto oder brutto: der Unterschied, den viele übersehen
OnlyFans behält 20 Prozent jedes Umsatzes, und zwar vor allem anderen. Von 100 Euro, die deine Fans zahlen, bleiben 80 Euro bei dir und der Agentur zusammen. Jetzt kommt die entscheidende Frage: Von welchem Betrag berechnet die Agentur ihre Prozente?
- Netto-Basis: Die Provision wird von den 80 Euro berechnet, die nach der Plattformgebühr übrig sind. Bei 50 Prozent behält die Agentur 40 Euro, du ebenfalls 40 Euro.
- Brutto-Basis: Die Provision wird vom vollen Umsatz von 100 Euro berechnet und aus deinem Anteil bezahlt. Bei 50 Prozent behält die Agentur 50 Euro, dir bleiben nur 30 Euro.
Derselbe Satz, ein völlig anderes Ergebnis. Die Erklärung mit allen Rechenwegen steht im Ratgeber Revenue-Share erklärt. Die folgende Tabelle rechnet es für drei typische Umsätze durch.
Beispielrechnung
Rechenbeispiel: Was bleibt bei dir?
Monatsumsatz bedeutet, was deine Fans insgesamt zahlen. OnlyFans behält davon 20 Prozent. Bei der Netto-Basis berechnet die Agentur ihre Provision von den übrigen 80 Prozent, bei der Brutto-Basis vom vollen Umsatz. Die Differenz ist das, was dir pro Monat zusätzlich bleibt, wenn die Provision netto berechnet wird. Steuern sind nicht eingerechnet.
| Monatsumsatz | Provision | OnlyFans (20 %) | Agentur netto | Agentur brutto | Bei dir netto | Bei dir brutto | Differenz |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2.000 € | 30 % | 400 € | 480 € | 600 € | 1.120 € | 1.000 € | + 120 € |
| 2.000 € | 40 % | 400 € | 640 € | 800 € | 960 € | 800 € | + 160 € |
| 2.000 € | 50 % | 400 € | 800 € | 1.000 € | 800 € | 600 € | + 200 € |
| 5.000 € | 30 % | 1.000 € | 1.200 € | 1.500 € | 2.800 € | 2.500 € | + 300 € |
| 5.000 € | 40 % | 1.000 € | 1.600 € | 2.000 € | 2.400 € | 2.000 € | + 400 € |
| 5.000 € | 50 % | 1.000 € | 2.000 € | 2.500 € | 2.000 € | 1.500 € | + 500 € |
| 10.000 € | 30 % | 2.000 € | 2.400 € | 3.000 € | 5.600 € | 5.000 € | + 600 € |
| 10.000 € | 40 % | 2.000 € | 3.200 € | 4.000 € | 4.800 € | 4.000 € | + 800 € |
| 10.000 € | 50 % | 2.000 € | 4.000 € | 5.000 € | 4.000 € | 3.000 € | + 1.000 € |
Rechenweg: Netto-Basis = Provision × (Umsatz − 20 %). Brutto-Basis = Provision × Umsatz, bezahlt aus dem Anteil, der nach der OnlyFans-Gebühr bei dir ankäme. Beispielwerte, keine Angebote einer konkreten Agentur.
Was die Tabelle zeigt
Der Unterschied zwischen Netto- und Brutto-Basis ist bei jedem Umsatz genau ein Fünftel des Agenturanteils auf Brutto-Basis, also 20 Prozent der Provision, die die Agentur brutto berechnet. Bei 10.000 Euro Umsatz und 50 Prozent sind das 1.000 € pro Monat, im Jahr 12.000 €. Bei 2.000 Euro Umsatz und 30 Prozent sind es 120 € im Monat. Du siehst außerdem: Ein niedrigerer Satz auf Brutto-Basis kann so teuer sein wie ein höherer Satz auf Netto-Basis. Bei 5.000 Euro Umsatz bleiben dir mit 40 Prozent brutto 2.000 €, mit 50 Prozent netto ebenfalls 2.000 €. Deshalb reicht es nie, nur nach der Prozentzahl zu fragen.
Die wichtigste Frage im Erstgespräch lautet daher: „Ist die Provision vom Netto oder vom Brutto, und kannst du mir das an einem Beispiel mit 5.000 Euro Umsatz durchrechnen?“ Wenn die Agentur dazu nicht in wenigen Minuten eine klare Antwort geben kann, ist das selbst die Antwort. Lass dir die Berechnungsgrundlage außerdem im Vertrag schriftlich bestätigen.
Alle 10 im Vergleich
Was die getesteten Agenturen verlangen
Die Tabelle zeigt, was wir belegen können: veröffentlichte oder im Erstgespräch genannte Angaben. „Nicht veröffentlicht“ und „unklar“ heißt, dass wir keine belegte Angabe haben und nichts schätzen.
| Agentur | Gesamtnote | Provision | Basis | Vorabgebühr | Mindestlaufzeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Vox Management | 1,2 | individuell vereinbart (keine feste Angabe) | netto | keine | im ersten Monat keine |
| 2. ChatForge | 1,4 | nicht veröffentlicht | unklar | keine | keine (monatlich) |
| 3. TEASY Agency | 1,7 | nicht veröffentlicht | unklar | unklar | 3 Monate |
| 4. Bunny Agency | 1,9 | nicht veröffentlicht | unklar | keine | 3 Monate |
| 5. ANIK Studios | 2,1 | nicht veröffentlicht | unklar | unklar | 3 Monate |
| 6. SheX Agency | 2,4 | nicht veröffentlicht | unklar | unklar | 6 Monate |
| 7. Meydi Media | 2,8 | max. 40 % | unklar | keine | 6 Monate |
| 8. Lush Management | 3,1 | nicht veröffentlicht | unklar | unklar | 12 Monate |
| 9. BrilliantNetwork | 3,4 | 50+ % | unklar | unklar | 12 Monate |
| 10. Louna's Models | 3,8 | nicht veröffentlicht | unklar | unklar | 12 Monate |
Die meisten Agenturen veröffentlichen ihren Satz nicht, und das ist selbst eine Information: 8 der 10 nennen keine feste Zahl, nur Meydi Media (max. 40 %) und BrilliantNetwork (50+ %) haben einen Wert, den wir wiedergeben können. Das heißt nicht, dass eine Agentur ohne öffentlichen Satz unfair wäre. Es heißt aber, dass du den Preis erst im Gespräch erfährst und dort auf der Berechnungsgrundlage bestehen musst. Das komplette Ranking mit allen Kriterien steht im Agentur-Vergleich.
Quelle: AgenturCheck-Testbericht Mai 2026 (Vertrag/Erstgespräch), Angaben der Agenturen; bei Vox Management Angaben der Agentur vom 30.09.2026. Details siehe Methodik. Du hast aktuellere Informationen? Lass deinen Vertrag prüfen.
Versteckte Kosten: darauf musst du achten
Der Prozentsatz ist selten der einzige Posten. Manche Kosten stehen nicht im Angebot, sondern im Anhang des Vertrags oder in den AGB, auf die er verweist. Diese Checkliste hilft dir, im Erstgespräch und beim Lesen des Vertrags nichts zu übersehen:
- Setup-, Onboarding- oder Coaching-Gebühr. Alles, was vor dem ersten Umsatz fließt, ist ein Warnsignal. Setup-Gebühren über 500 Euro und Vorabkosten ohne Leistung stehen in unserem Ratgeber auf der Liste roter Flaggen.
- Marketing-Pauschalen zusätzlich zur Provision. Wenn Marketing im Leistungsumfang steckt, darf es nicht ein zweites Mal berechnet werden. Frag, was genau in der Provision enthalten ist.
- Content-Produktion und Studio-Tage. Professionelle Foto- und Videoproduktion in Agentur-Studios kostet meist extra. Das ist legitim, wenn es vorher klar bepreist ist.
- Bezahlte Reichweite und Ads. Werbebudget für Kampagnen oder Influencer-Cross-Promotion ist ebenfalls meist nicht in der Provision enthalten. Klär, wer das Budget trägt und wer über die Ausgaben entscheidet.
- Provision nach Vertragsende. Fällt nach der Kündigung weiter Provision an, etwa auf Fans, die die Agentur gebracht hat? Für keine der zehn Agenturen haben wir dazu eine belegte Angabe, also frag danach.
- Ausstiegskosten. Gebühren oder Vertragsstrafen bei vorzeitiger Kündigung, dazu lange Mindestlaufzeiten mit automatischer Verlängerung. Wer 12 Monate zu 50 Prozent gebunden ist, zahlt die Provision auch dann, wenn die Zusammenarbeit nicht funktioniert.
- Einseitige Anpassungsklauseln und Tier-Einstufung. Klauseln, mit denen die Agentur die Provision einseitig ändern kann, oder eine nachträgliche Einstufung in Tarifstufen mit unterschiedlichen Sätzen, stehen häufig nur im Anhang.
Die vollständige Liste der Klauseln, die du vor der Unterschrift prüfen solltest, steht in unserer Vertrags-Checkliste, die typischen Alarmsignale im Warnsignal-Guide und die Grundlagen der Provisionsberechnung in Revenue-Share erklärt. Was ein zu hoher Anteil dich über die Vertragslaufzeit kostet, siehst du im Verlustrechner.
Wann sich die Provision lohnt
Eine Provision lohnt sich, wenn dir nach Abzug mehr bleibt als ohne Agentur. Die Rechnung dazu ist einfach: Der Umsatz mit Agentur muss um mindestens so viel steigen, wie die Provision kostet. Zeitersparnis und Zusatzkosten sind dabei nicht eingerechnet, du musst sie selbst danebenlegen.
| Provision | Umsatz muss steigen um (Netto-Basis) | Umsatz muss steigen um (Brutto-Basis) |
|---|---|---|
| 30 % | mindestens + 43 % | mindestens + 60 % |
| 40 % | mindestens + 67 % | mindestens + 100 % |
| 50 % | mindestens + 100 % | mindestens + 167 % |
Bei 40 Prozent Provision auf Netto-Basis muss die Agentur deinen Umsatz also um mindestens 67 %steigern, damit du gleich viel behältst wie allein, auf Brutto-Basis um mindestens 100 %. Das funktioniert bei Accounts, die bereits laufen und an einem Engpass hängen, zum Beispiel bei den Direktnachrichten: Bei wachsenden Accounts kommen laut unserem Ratgeber 60 bis 75 Prozent des Umsatzes aus DMs. Bei einem Account ohne nennenswerten Umsatz ist die Hürde kaum zu nehmen. Deshalb gilt unsere Faustregel: Eine Agentur lohnt sich ab etwa 2.000 Euro Monatsumsatz und dann, wenn die DMs mehr als die Hälfte deiner Arbeitszeit fressen.
Eine zweite Prüfung kommt nach dem Start: Siehst du in den ersten drei Monaten mit Agentur keinen messbaren Umsatzsprung, der die Provision rechtfertigt, ist es entweder die falsche Agentur oder der falsche Zeitpunkt. Wie du das für deine eigene Situation durchrechnest, zeigt der Rechner Agentur vs. Solo, die ehrliche Abwägung steht in Mit oder ohne Agentur?. Und wenn du gerade erst startest, lies zuerst unseren Guide OnlyFans-Agentur für Anfängerinnen.
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Bereit für eine Agentur, die zu dir passt?
Bewirb dich einmal, wir schauen uns deine Situation an und leiten dich an die Agentur weiter, die in unserem Test zu deiner Phase passt. Keine Kosten, keine Verpflichtung, kein Spam.
Häufige Fragen
Wie viel Prozent nimmt eine OnlyFans Agentur?
Branchenüblich sind 30 bis 50 Prozent deines Umsatzes; entscheidend ist, was drinsteckt. Reine Chatting-Agenturen liegen oft höher, weil das Chatting der einzige Hebel ist, Full-Service-Agenturen rechnen Content, Marketing und Chatting zusammen ab. Wichtiger als die Zahl ist die Berechnungsgrundlage: Prozent vom Netto nach Plattformgebühr oder vom Brutto.
Was kostet eine OnlyFans Agentur im Monat?
Eine feste Monatsgebühr gibt es bei seriösen Agenturen nicht, sie behalten einen Prozentsatz deines Umsatzes. Was das in Euro bedeutet, hängt von Umsatz und Berechnungsgrundlage ab: Bei 5.000 Euro Monatsumsatz und 40 Prozent Provision auf Netto-Basis behält die Agentur 1.600 €, bei Brutto-Basis 2.000 €. Dazu können Extras kommen, etwa Content-Produktion oder bezahlte Reichweite, wenn sie nicht in der Provision enthalten sind.
Muss ich eine OnlyFans Agentur im Voraus bezahlen?
Nein. Seriöse Agenturen verdienen erst, wenn du verdienst. Eine Setup-, Onboarding- oder Coaching-Gebühr vor dem ersten Umsatz ist eines der klarsten Warnsignale. In unserem Test bestätigen Vox Management, ChatForge, Bunny Agency und Meydi Media, keine Vorabgebühr zu verlangen; für die übrigen sechs Agenturen liegt uns dazu keine belegte Angabe vor. Frag deshalb aktiv danach.
Netto oder brutto: wovon wird die Provision berechnet?
Netto heißt: Die Prozente werden von dem Betrag berechnet, der nach Abzug der OnlyFans-Gebühr von 20 Prozent übrig bleibt. Brutto heißt: vom vollen Umsatz, den deine Fans bezahlen. Bei gleichem Satz ist Netto für dich besser. Bei 5.000 Euro Umsatz und 40 Prozent bleiben dir netto 2.400 €, brutto 2.000 €. Lass dir die Berechnungsgrundlage im Vertrag schriftlich bestätigen.
Ist 50 Prozent Provision zu viel?
50 Prozent gelten als eher hoch. Über 50 Prozent ist nur bei umfassendem Full-Service vertretbar und nur, wenn die Agentur dokumentierte Ergebnisse zeigt. Ob 50 Prozent im Einzelfall fair sind, hängt vom Leistungsumfang und der Berechnungsgrundlage ab: 50 Prozent vom Netto sind etwas ganz anderes als 50 Prozent vom Brutto, dort bleiben dir bei 5.000 Euro Umsatz nur 1.500 € statt 2.000 €.
Gibt es OnlyFans Agenturen ohne Vertragsbindung?
Ja. In unserem Test ist ChatForge monatlich kündbar, ganz ohne Bindung. Vox Management vereinbart im ersten Monat keine Mindestlaufzeit und arbeitet mit 90 Tagen Probezeit, TEASY Agency mit 3 Monaten Probelaufzeit und danach flexibler Laufzeit. Am anderen Ende stehen Lush Management, BrilliantNetwork und Louna's Models mit 12 Monaten oder mehr. Alle Konditionen stehen im Agentur-Vergleich.
Weiterlesen: Seriöse Agentur erkennen, Agentur für Anfängerinnen und der Agentur-Check.